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Vista AF Corse

Vista AF Corse wurde in den frühen Jahren des französisch-italienischen Motorsport-Austauschs gegründet und hat sich seither als eigenständige Grosse der Langstrecken-Szene etabliert. Aus einer kleinen Werkstatt heraus entstanden, in der ursprünglich nur GT-Fahrzeuge für nationale Kunden vorbereitet wurden, wuchs das Team schrittweise in Richtung internationaler Prototypen-Klassen. Der Sprung in die FIA WEC markierte einen Wendepunkt, der aus einem regionalen Rennstall eine Adresse mit europaweiter Ausstrahlung machte.

Eine Besonderheit, die bis heute in der Fanbasis nachwirkt, ist die Herkunft des Namenszusatzes Vista. Der Ausdruck geht auf den ursprünglichen Teamsitz zurück, der auf einer Höhenlage errichtet wurde, von der aus man die firmeneigene Teststrecke im Tal überblicken konnte. Diese Aussicht, im Italienischen schlicht als vista bezeichnet, wurde zum inoffiziellen Erkennungsmerkmal, bevor sie offiziell in den Markennamen aufgenommen wurde. Bis heute ziert eine stilisierte Bergsilhouette das Logo, ein Detail, das Insider sofort mit der Standortgeschichte des Teams verbinden.

Die bislang erfolgreichste Phase in der Vereinsgeschichte fällt in die Jahre 2015 bis 2018, als das Team in der LMP2-Klasse regelmässig um Podiumsplätze mitfuhr und sich mit konstanten Leistungen einen Namen im Fahrerlager machte. Fahrer wie Matteo Cressoni und Julien Lambert prägten diese Periode massgeblich und sorgten mit couragierten Überholmanövern und cleverer Boxenstrategie für Aufmerksamkeit weit über die eigene Klasse hinaus. Diese Jahre gelten intern bis heute als Referenzpunkt für sportlichen Ehrgeiz und Teamgeist.

In der aktuellen Ära wird Vista AF Corse von Teamchef Diego Ferraresi geführt, der das Team behutsam modernisiert hat, ohne die traditionelle italienisch-französische Handschrift aufzugeben. Die aktuelle Fahrerpaarung, bestehend aus Lorenzo Bettarini und Antoine Vidal, gilt als vielversprechende Mischung aus Erfahrung und jugendlicher Angriffslust. Beide Piloten haben sich in den vergangenen Saisons kontinuierlich gesteigert und bilden das Rückgrat der sportlichen Ausrichtung für die kommenden Jahre.

Mit Blick auf die Saison 2026 arbeitet das Team intensiv an technischen Feinabstimmungen und einer engeren Zusammenarbeit mit den Partnern aus der Chassis-Entwicklung. Ziel ist es, an die Podiumsformen der Vergangenheit anzuknüpfen und sich dauerhaft im vorderen Mittelfeld der WEC zu etablieren. Die Kombination aus historischer Substanz, einer unverwechselbaren Markenerzählung und einer ambitionierten Fahrerpaarung macht Vista AF Corse zu einem Team, das man in der kommenden Saison im Auge behalten sollte.