Esteban Ocon, geboren am 17. September 1996 im französischen Évreux, begann 2006 im Kartsport. Um seine Karriere zu finanzieren, verkauften seine Eltern Haus und Werkstatt und lebten zeitweise in einem Wohnwagen, mit dem die Familie von Rennstrecke zu Rennstrecke reiste. 2010 wurde er ins Nachwuchsprogramm von Lotus aufgenommen.
2014 gewann er die europäische Formel-3-Meisterschaft, wobei er sich unter anderem gegen Max Verstappen durchsetzte, 2015 die GP3-Serie. 2016 debütierte er mitten in der Saison für Manor in der Formel 1, bevor er 2017 zu Force India wechselte, wo intensive Positionskämpfe mit Teamkollege Sergio Pérez ihn als kommendes Talent auszeichneten. Nachdem Lawrence Stroll das insolvenzgefährdete Team 2018 übernahm und seinen Sohn Lance ins Cockpit setzte, verbrachte Ocon 2019 ein Jahr als Mercedes-Ersatzfahrer.
2020 kehrte er über Renault zurück in die Formel 1, 2021 gewann er nach einem chaotischen Start beim Grand Prix von Ungarn seinen bislang einzigen Sieg, den ersten für die Marke seit Fernando Alonsos Erfolg 2008. An der Seite von Alonso (2021-2022) und später Pierre Gasly (2023-2024), mit dem ihn eine bekannte Rivalität aus der Nachwuchszeit verband, holte er weitere Podien, darunter 2023 in Monaco den ersten französischen Podestplatz dort seit Olivier Panis 1996.
2025 wechselte Ocon zu Haas, wo er sein bestes Saisonergebnis mit Platz fünf in China erzielte. Sein Siegerauto von Ungarn 2021 schenkte er seinen Eltern als Dank für deren Aufopferung während seiner Nachwuchsjahre.
Titel-Historie
Formel-3-Euroserie (1)
- 2014
GP3-Serie (1)
- 2015
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