Team

Audi Revolut F1 Team

ARF
17Punkte
8Platzierung
2026Saison

Erstmals seit den Silberpfeilen der 1930er-Jahre steht Audi wieder im Grand-Prix-Sport: Der deutsche Hersteller startet 2026 auf dem Fundament von Sauber.

Audi ist 2026 offiziell in die Formel 1 eingestiegen, obwohl der deutsche Hersteller auf eine deutlich längere Motorsport-Geschichte zurückblickt, als es dieses Debüt vermuten lässt. Als Basis für den Einstieg übernahm Audi vollständig das Schweizer Team Sauber, das seit 1993 in der Formel 1 aktiv war und die Werksinfrastruktur im schweizerischen Hinwil in das neue Projekt einbrachte. Ab 2026 tritt der Rennstall als Audi Revolut F1 Team an, komplettiert durch ein Technikzentrum im britischen Bicester und ein eigenes Motorenwerk im bayerischen Neuburg an der Donau.

Ein besonderes Kapitel der Marke liegt weit vor der eigentlichen Formel-1-Geschichte: Bereits in den 1930er-Jahren traten die Vier-Ringe-Vorgänger von Auto Union als “Silberpfeile” gegen die Konkurrenz von Mercedes-Benz an und prägten mit radikaler Technik eine ganze Ära des Grand-Prix-Rennsports vor dem Zweiten Weltkrieg. Audi knüpft mit dem F1-Einstieg bewusst an dieses historische Erbe an, wenn auch mit fast einem Jahrhundert Abstand zur eigentlichen Werksbeteiligung.

Die Basis Sauber selbst blickt auf eine wechselhafte, aber respektable Geschichte im Mittelfeld zurück. Gegründet 1970 von Peter Sauber, debuütierte das Team 1993 in der Formel 1 und feierte seinen bislang einzigen Grand-Prix-Sieg 2008 als BMW Sauber durch einen Doppelsieg von Robert Kubica vor Nick Heidfeld in Kanada, im selben Jahr auch bestes Konstrukteursergebnis mit Rang zwei.

Die operative Leitung des neuen Werksteams übernahm im März 2026 der ehemalige Ferrari-Teamchef Mattia Binotto als CEO und Teamchef, nachdem der ursprüngliche Teamchef Jonathan Wheatley das Projekt verlassen hatte. Als Fahrerpaarung setzt Audi auf eine Mischung aus Erfahrung und Nachwuchs: den Routinier Nico Hülkenberg und den jungen Brasilianer Gabriel Bortoleto. Audi hat offen erklärt, bis 2030 um den WM-Titel mitfahren zu wollen.